Und jetzt?

Freitag, 16.05.2014

Aktuell sind wir in Costa Rica - im friedlichen und fast touristenfreien Manzanillo, auf der karibischen Seite des Landes. Und so wie es aussieht bleiben wir hier ... und lauschen dem Quacken der Froesche, dem Zwitschern der Voegel, dem Rauschen des Windes, dem Flattern der Kolibris, dem Krabbeln der Krebse, dem Bruellen der Bruellaffen, kuehlen uns zwischendurch im Meer ab und halten es ansonsten wie die Faultiere: wir haengen ein bisschen rum.

... home sweet home

So wie es vor 5 Monaten in Ko Chang begann, lassen wir es ausklingen und verarbeiten die Eindruecke, Erlebnisse, Bekanntschaften ... Ob wir nochmal 5 Monate weiterreisen koennten? Au ja! Spenden bitte direkt auf unseren Fonds - Ideen haetten wir genug!!

 

Bitte alle einsteigen - naechster Halt Buenos Aires

Freitag, 16.05.2014

Unsere letzte Entscheidung in Cafayate ist nun, ob wir mit dem Bus oder mit dem Flugzeug nach Buenos Aires zurueck sollen, da von dort unser Flieger nach Costa Rica geht. Nach Abwaegung und Vergleich der Moeglichkeiten sitzen wir im Bus nach Tucuman. Dort sollen wir nach 5stuendiger Fahrt umsteigen und hoffentlich noch einen begehrten Platz in den Cama Suits (180 ° Liegen) nach Buenos bekommen. Reservierung ist zwar moeglich, der Zeitplan allerdings recht knapp und bei Verspaetung wuerde das Ticket wertlos verfallen. Die Dame in Cafayate meinte, es sei bestimmt kein Problem einen freien Platz zu bekommen, da wir unter der Wocher fahren. In Tucuman holt uns die Realitaet rasch ein: ausgebucht!!! 

Wir sind Gott sei Dank so frueh dran, dass eine andere Gesellschaft grad noch nicht abgefahren ist und noch Plaetze frei hat. Puh! Der Bus ist ein Traum. Die Liegesitze haben es in sich, man komplett grad liegen - das sollten recht gemuetliche 16 Stunden werden. Sekt und Essen wird serviert, ein Film laeuft zur Unterhaltung und eine "Stewardess" ist stets zur Stelle. Absolut empfehlenswert! Nach einem halben Tag Aufenthalt in Buenos sitzen wir auch schon wieder am Flughafen und warten auf den Abtransport.

RESUMEE: Schoen wars in Argentinien. Am besten hat es uns schlussendlich im Norden und in Ushuaia gefallen, aber auch die Hauptstadt hat ihr ganz eigenes Flair. Gefaehrlich? Vorsicht war eigentlich nur in B.A. geboten, ansonsten fuehlten wir uns waehrend der Reise durch Argentinien sehr sicher. Beeindruckend sind die so unterschiedlichen und aussergewoehnlichen Landschaften, Klimazonen, Flora und Fauna des Landes - und genauso unterschiedlich wirken auch die Bewohner!

auf zum Wein - auf nach Cafayate

Donnerstag, 15.05.2014

Unser naechstes Ziel ist Cafayate - eine Weinregion im Norden Argentiniens. Wieder waehlen wir den Bus von Tilcara aus, der uns ueber Salta mit ein wenig Glueck und der Hoffnung auf wenig Verspaetung in einem Aufwisch nach Cafayate bringen soll. Umgestiegen wird in Salta, weil es keine direkte Verbindung gibt. Das Glueck ist auf unserer Seite und wir erwischen den Bus nach Cafayate. Einige Stunden spaeter sind wir am Ziel und beziehen unsere Unterkunft.

Am naechsten Morgen erkundigen wir uns im Tourismusbuero nach der Art und Moeglichkeit der ortsueblichen Weinverkostung. Einfach und simpel: zu Fuss oder per Rad zu den jeweiligen Oeffnungszeiten. Wir starten unsere Tour am Nachmittag bei der Bodega Nanni. Die englische Fuehrung durch den Keller und die anschliessende Verkostung dreier unterschiedlicher Weine ist richtig nett und interresant. Danach besuchen gleich den Winzer nebenan im Schlepptau einem Urlauber aus Bueno Aires - Fernandez. Scheinbar steht bereits im Tripadvisor, dass die Besitzer sich nicht unbedingt durch Freundlichkeit hervortun. Der Tripadvisor hat mal wieder recht. Bei der rasch durchgefuehrte spanische Fuehrung (Fernandez ist so nett und uebersetzt notduerftig), besticht die Besitzerin durch ein eingefrorenes muerrisches Gesicht. Naja, uns solls egal sein, wir sind wegen dem Wein hier und der ist nicht so schlecht. Eine kleiner Fmilienbetrieb ist unser naechstes Ziel - hier werden jaehrlich nur 5000 Flaschen abgefuellt. Beim sympatischen Kleinbetrieb gibts nur Wein zum Probieren und keine Fuehrung. Mhmm, auch ein gutes Troepfchen! Um an der naechsten Fuehrung beim naechsten Winzer noch teilnehmen zu koennen muessen wir uns ranhalten. Mit dabei ist immer noch Fernandez. Wir schaffens grad zur letzten Fuehrung und natuerlich zur Verkostung.

 

Hier kaufen wir noch ne Flasche Tannt, eine beliebte Rotweinsorte, um den Abend auch ordentlich ausklingen lassen zu koennen. Zu dritt machen wir es uns im Garten unseres Hostels gemuetlich und verweilen bei lustigen Unterhaltungen bis die Nacht einbricht.

Am naechsten Tag leihen wir uns Mountenbikes aus, um die Winzer etwas ausserhalbs zu besuchen. Voller Enthusiasmus radeln wir los. Nach einer halben Stunde leichtem bergauffahren in der bruetenden Hitze sind wir erledigt.

Wir setzen uns in den Schatten und vertilgen unser Jausebrot um wieder zu Kraeften zu kommen. Der Weg direkt neben uns fuehrt bereits zu einem Weingut. Der urpsruengliche Plan waere gewesen, weiter rauf zu fahren und auf dem Rueckweg die Verkostungen durchzufuehren. Naja, im Anbetracht der unerbittlichen Sonne, nehmen wir den einfachen Weg und biegen ab. Wir weren von einem riesigen Weingut in herrlicher Lage empfangen.

 

Die Fuehrung kostet soviel wie ne Flasche guten Wein und wir entscheiden uns fuer die urgemutliche Terasse mit einem Malbec. Nachdem wir 1,5 Stunden den Wein und die Aussicht genossen haben, schnappen wir uns unsere Raeder und fahren wieder Richtung heimwaerts, natuerlich nicht ohne noch bei einem Weingut Halt gemacht zu haben.

Abends kehren wir ein und essen das vermutlich beste Bife de Lomo und einen leckeren Eintopf 'Locro', ein regionales Gericht. Ein toller Abschluss, fuer einen tollen Tag.

Tilcara

Donnerstag, 15.05.2014

Von Humahuaca fahren wir eine Stunde Richtung Sueden mit dem Bus nach Tilcara. Tilcara ist umgeben von zahlreichen Schluchten und von farbenfrohen Felsformtionen. Dort kommen wir nach kurzer Unterkunftssuche an eine unscheinbare Tuere, bei der uns eine Frau - Anna - abfaengt und uns gleich hineinbegleitet. Wir checken die Preise ab und unterhalten uns mit Anna, die zur Familie gehoert und Englisch sowie Deutsch spricht. Wir sind richtig begeistert von der schoenen Anlage, der Garten mit Sitzplatz ist mit wilden Trauben verwachsen, die Zimmer wurden vor kurzem mit viel Liebe zum Detail renoviert. Das rustikale Generationenhaus, das die ueber 70 jaehrige Nico mit ihrem Mann, mit ihren Soehnen und ihrer Tochter noch immer bewohnt, ist fuer uns zu sehr einladend, als dass wir wieder gehen koennten. Wir bekommen einen sensationellen Preis angeboten und bleiben.

Es ist hier fast zu schoen um Ausfluege zu machen ...

Wir schlendern durch den nahegelgenen Markt

und sind einige Zeit spaeter bereits froh ueber unsere "Alpaka-Pullis"!

Am naechsten Morgen koennen wir uns dann zu einer Wanderung zum Wasserfall 'Garganta Diabolo' (Assoziation mit meachtig/gross ist hier verkehrt) aufraffen. Der Weg dorthin ist allerdings toll u. fuehrt uns ueber steile und steinige Wege, entlang eines kleinen Flusses zum Wasserfall.

 

Auf dem Weg zurueck essen wir unsere Jause. Gluecklicherweise sind wir recht frueh aufgebrochen. Die Sonne auf ueber 3000 m brennt erbarmungslos runter, waehrend wir gierig unsere Wasservorraete aufbrauchen. Wir bewundern die trockene, vielfarbige Gebirgslandschaft mit ihren grossen Kakteen. Es ist wirklich schoen hier.

Wieder in unserer praechtigen Unterkunft angekommen, lassen wir uns nach einer frischen Dusche in die Liegestuehle unter den schattenspendenden Trauben nieder und goennen uns ein Glas Malbec-Wein. Wir geniessen die unglaubliche Ruhe, die nur durch kurzweilige Gespraeche mit den Besitzern unterbrochen wird.

Abends gehen wir in das Restaurant 'Altitude', in dem fuer unterschiedliche Unterhaltung gesorgt wird.

Auf der Buehne gibt der Unterhalter irgendwas ueber Politik, Menschen und Kultur zum besten. Die Gaeste sind begeistert, wir lachen mit. Wir haben wieder einmal auf gut Glueck bestellt, da wir weder die Speisekarte noch die Kellnerin recht verstanden haben und wir es lieben, staendig was neues auszuprobieren. Wir haben Glueck, das Essen schmeckt. Am naechsten Morgen brechen wir auf, die Reise geht weiter!

Ab in den Nordwesten - Humahuaca

Donnerstag, 15.05.2014

Mit dem Bus fahren wir um 7 Uhr morgens von Salta nach Humahuaca, welches im Norden der Provinz Jujuy liegt (schon relativ nahe der Bolvischen Grenze). Die geplanta Reisezeit von 5 Stunden ueberschreiten wir nur etwas. Im Bus der mehr Beinfreiheit bietet als die meisten Flugzeuge, vergeht die Zeit, waehrend wir die meist wuestenhafte Landschaft auf uns wirken lassen und etwas schlafen, recht schnell - und das alles um umgerechnet guenstige 10 Euro pro Person.

Angekommen, suchen wir ein Hostel. Im ersten empfaengt uns die fuellige, sympathische Hostelmama herzlich und plappert schon munter auf spanisch los. Als sie bemerkt dass wir der Sprache eher weniger maechtig sind, versucht sie es langsam in sehr deutlichem spanisch mit Hilfe von Haenden und Fuessen und wir vermuten wir haben das wichtigste verstanden.

Wir befinden uns nun auf ueber 3100 m Hoehe. Die Menschen hier sind viel urspruenglicher, der kleine Ort gefaellt uns auf Anhieb.

Im Hostel treffen wir 2 Austalierinnen mitte/ende 40. Wir beschliessen uns gemeinsam ein Remise Taxi zu nehmen, um den 27 km entfernten Aussichtspunkt anzusteuern. Es muss ein herrliches Bild abgeben, als wir versuchen mit dem Taxifahrer um den Preis zu feilschen, alle 4 koennen wir nur ein paar Woerter spanisch. Die Taxifahrerkollegen schmunzeln in einer Ecke, waehrend Stephanie auf die Autoscheibe Zahlen notiert. Der Taxifahrer bleibt bei seinem Preis und wir versuchen unser Glueck bei der Bruecke, bei der scheinbar die Moeglichkeit besteht anderweitig raufzukommen. Dort spricht uns gleich ein einheimischer Mann aus einem 4 x 4 an und fragt uns, ob wir auf den Berg wollen. Er verspricht, dass er fuer einen Weg 30 Minuten benoetigt (der Taxifahrer 1 Std.) und oben 30 - 45 Min. wartet, bevor er uns wieder runter faehrt und das fuer umgerechnechnet 25 Euro. Super, das Angebot nehmen wir gerne an.

Unser Fahrer duest in einem ordentlichen Tempo

ueber die Schotterstrasse. Oben auf 4450 m

angekommen, blaest uns ein eisiger Wind entgegen. Allerdings entschaedigt der wunderschoene Ausblick ueber die farbenreichen Berge sogleich. Soetwas malerisches kann wohl nur die Natur gestalten.

Von der Anhoehe fuehrt ein kleiner Weg hinunter auf eine kleine Bergkuppel mit besserem Blick auf das Naturspektakel, welchen wir zwei sogleich in Angriff nehmen, waehrend unsere Mitfahrerinnen beschliessen nach 2 Min. Aufenthalt in der Kaelte wieder ins Auto zu steigen. Wir geniessen die Kulisse, welche uns die Kaelte vergessen laesst.

    (Unser Fahrer)

Der nachfolgende Aufstieg zurueck (ca. 100 Hoehenmeter) hat es aber in sich. In der sauerstoffarmen Umgebung koennen wir erstmals am eigenen Leib spueren, mit welchen Begebenheiten sich Gipfelstuermer ueber 4000 m arrangieren muessen. Grosser Respekt!!

Beeindruckend fuer uns ist, dass die Einfachheit der Natur die Einfachheit der Bewohner widerspiegelt. Hier sieht man keinen Kinderwagen und die Kinder spielen bis spaet abends draussen Ball. Im Hostel gabeln wir noch einen Franzosen auf und zu fuenft lassen wir den lustigen Abend bei regionalem Essen - Alpaka und Lama - ausklingen.

Am naechsten Tag finden wir raus, dass es hier die wertvolle Alpaka-Wolle geben muss, die man mit der beruehmten Morrinowolle aufwiegen kann. Wir machen uns auf den Weg und werden gleich beim ersten Stand fuendig. Die Verkaeuferin zeigt uns Pulloever, die aus Alpaka sind. Hocherfreut, ueber den guenstigen Preis von 15 Euro pro Pulli nehmen wir 2 und 3 Paar Socken. Gewaltig fuer wie wenig Geld man hier hochwertiges Material erhaelt! Im naechsten Laden, sagt uns die Verkaeuferin, dass hier oft behauptet wird, etwas sei Alpaka, was aber keines ist. Stutzig betreten wir den naechten Shop, wo wir erfahren, dass ein Alpakapulli etwa 100 Euro kostet. Mhmm, etwas veraergert ueber unsere Naivitaet traben wir zurueck zum ersten Laden. Sie bleibt bei ihrer Meinung, dass es Alpaka ist. Mit etwas Hilfe, finden wir heraus, dass der Grossteil des Materials unserer Einkaeufe Syntetik ist und koennen mit Glueck zumindest die Socken in Lamawolle umtauschen. Eine Erfahrung reicher beobachten wir Natur und Mensch, bevor wir nach einem Spaziergang zu einem kleinen Aussichtspunkt

 

zurueck ins Hostel gehen.

Iguazu - Die Faelle der Faelle

Donnerstag, 15.05.2014

Von einem Touristenpunkt zum naechsten: Iguazu!

Da wir unsere Destinationen schon in Australien gewaehlt haben und dementsprechend Fluege gebucht haben, steigen wir ins Flugzeug Richtung Norden. Nach der Landung empfaengt uns ein um weiten milderes Klima. Kurze Hosen sind wieder mal angesagt. In der Dunkelheit erreichen wir das Hostel im kleinen Staedtchen Puerto Iguazu. Wir lassen unser Gepaeck im Zimmer und machen uns auf den Weg unseren Hunger zu stillen. Ein paar Ecken weiter finden wir ein sehr kleines 'Restaurant', welches neben Gefluegelpizza auch verschiedene Empenadas anbietet. Wir entscheiden uns, obwohl keine anderen Gaeste da sind, hier zu bleiben und uns den Bauch mit frischen Empenadas vollzuschlagen.

In den Morgenstunden tags darauf sitzen wieder mal wieder im Bus in Richtung Touristenattraktion. Um die Iguazu Wasserfaelle zu bestaunen, gibt es 2 Moeglichkeiten: die argentinische und die brasilianische Seite. Unser Weg fuehrt uns nicht ueber die Grenze, wir bleiben im Lande. Diese Seite bietet neben dem Blick auf dem Wasserfall auch Wanderungen durch den Regenwald.

Die riesigen und zahlreichen Wasserfaelle sind beeindruckend und wir verweilen den ganzen Tag im Iguazu National Park. Zu Fuss und per Zug koennen wir die Faelle von unterschiedlichen Positionen bestaunen.

Wie auch El Cafayate bietet Puerto Iguazu nicht viel mehr als dieses Wunder der Natur. Da unseres Erachtens ein Tag bei den Wasserfaellen genuegt, entscheiden wir uns fuer den naechsten Tag fuer ein Alternativprogramm, welches uber die Grenze nach Paraguay und Brasilien bringt. In Paraguay besichtigen wir einen gewaltigen Staudamm

und uns steht danach eine Stunde (deutlich zu wenig) shopping-Zeit zur Verfuegung. Hier sehen wir wieder einmal schwer befaffnete Securities und Polizisten ... da fuehlt man sich gleich viel sicherer. Anschliessend geht die Fahrt weiter zum Fresstempel in Brasilien. Ein Traum, massenhaft Menschen ueberfuellen ihr Teller am enormen Buffet.

Am Nachmittag besuchen wir einen netten Vogelpark, vor wir um 5 Uhr die Heimreise antreten.

 

Buenos Fotos

Donnerstag, 15.05.2014

 

Ein Spaziergang durch Buenos ...

 

Das Grab von Evita

 

La Boca - Caminito

Unser letzter Abend bei Tapas und Wein

 

 

El Calafate

Mittwoch, 07.05.2014

Aerolinas Argentina bringt uns nach El Calafate. Etwas waermer und die Landschaft ist recht karg und wirkt trocken. Wir kaufen uns ein Ticket fuer den Bus, der uns am naechsten Tag in den Nationalpark Los Glaciares bringt, wo man den einzigartigen, noch wachsenden Gletscher 'Glaciar Perito Moreno' bestaunen kann. Um 9 Uhr gehts los. Die Fahrt durch die wechselnde Landaschaft alleine ist schon toll. Die Option mit dem Schiff noch naeher ran zu fahren, verfaellt fuers erste, da keine Plaetze mehr frei sind. Somit werden wir vom Buschauffeur gleich zu den Wandermoeglichkeiten am Gletscher gebracht. Hier gewaehrt er uns 30 Minuten um einen ersten Blick auf das eisige Naturspektakel zu werfen.

   Seht selbst und staunt: Danach gings zurueck zum Bootssteg, wo wir mit gefuehlten 1000 anderen auf einem Katamaran in Richtung Gletscher duesen. Anm.: Wir versuchen nach wie vor alle Touri-Aktivitaeten zu meiden, doch manchmal stopern auch wir in eine dieser! Man kommt natuerlich etwas naeher ran und sind den Eiskoloss von einer anderen Sicht, aber wir bevorzugen trotzdem individuelle Alleingaenge!

Nach dem Massentransport kutschiert man uns wieder zurueck zu den Wanderpfaden und uns bleiben noch weitere 4 Stunden Zeit den Eisklotz anzustarren. Beeindruckend ist das Knarren, wenn sich der gesamte Gletscher nach vorne bewegt und das Wegbrechen eines Eisblocks. Facts:  - Die Eisfront ueber dem Wasser ueberragt die Oper Sydneys - Er bewegt sich bis zu 2 Meter vorwaerts am Tag - Leider ist dieses Naturspektakel alles was El Calafate bieten hat und es bleibt uns zu wenig Zeit, um die naehere Umgebung zu erkunden, wie bspw. El Chalten - Fitz Roy wir sehen uns beim naechsten Mal - oder der nahe chillenische Nationalpark Torres del Paine!

Ushuaia ... ans Ende der Welt

Mittwoch, 07.05.2014

Nun fliegen wir ueber die Anden an den suedlichsten Ort Argentiniens. Welcome Ushuaia! Ein letzter Check auf der oertlichen Temperaturen vor einigen Tagen bestaetigt uns: Es wird kalt! Ob wir genuegend Kleidung im Gepaeck haben wird sich nun weisen. Wir wuenschen uns jetzt schon die Wanderschuhe herbei, auf die wir dann beim Packen doch verzichtet haben.

Im Hostel empfangen uns warme, ja sehr warme Zimmer. Wir verbrennen uns auf den Fliesen fast die Fuesse ... aber wer weiss, vielleicht sind wir in den naechsten Tagen noch froh drum.

Am naechsten Tag nieselt es leicht und es liegt Nebel ueber Ushuaia. Den Bootstripp durch den beruehmten Beagle Kanal verschieben wir vorerst.

Mittags schaut ploetzlich die Sonne hervor und wir laufen zum Ticketschalter und entscheiden uns auch dieses Mal fuer ein kleines Boot mit Bier und warmen Getraenken im Angebot. Kaum auf dem Boot kommt der Nebel zurueck. Die Bootsfahrt ist kalt, aber etwas vom Hafen weg wird die Sicht besser. Mit dem kleinen Boot kommen wir ganz nah an die Inseln mit den Seeloewen ran. Beeindruckend! Der Guide spricht exzellent englisch und als wir die knallvollen grossen Boote sehen, sind wir froh, ein kleines genommen zu haben.

    

Nach 4 Stunden Boot fahren tauen wir froestelnd in unserem ueberheizten Zimmer auf. Schoen wars! Gluecklicherweise ist zu dieser Zeit gerade der Uebergang zur Low-Season, in der Hochsaison karren riesige Schiffe tonnenweise Touristen nach Ushuaia

  

Der atemberaubende Sonnenaufgang am naechsten Morgen laesst einen schoenen Tag vermuten.

Auf in den Nationalpark Tierra del Fuego. Es in Worte zu fassen ist fast nicht moeglich ... wir dachten doch, wir haetten schon manch schoenes gesehen ... aber hier, die bunten, herbstlichen Waelder vor schneebedeckten Bergen direkt am Wasser, dazu der leichte Nebel hat schier etwas verzauberndes.

Die Sonne kaempft sich durch den Nebel und wir laufen mit recht angenehmen Temperaturen durch den Park. Die meist naturbelassenen Pfade sind manchmal etwas matschig und wir versuchen so gut wie moeglich mit unserem duerftigen Schuhwerk auszuweichen. Nach 6 Stunden sind wir am Ende des Weges angelangt. Inzwischen hat es wieder leicht zu regnen begonnen, aber das stoert uns nicht weiter. Erschoepft lassen wir uns im geheizten Bus nieder. Im Zimmer trocknen die nassen Schuhe und Socken im handumdrehen  Wir kochen eine leckere sopa de verduras und spueren wieder Leben in uns.

Am naechsten Tag besteigen wir den Gletscher Martial. Der sonnige Tag ist dafuer genau richtig. Die Wanderung plus steiler Aufstieg bis zum hoechsten ohne Kletterausruestung moeglichen Punkt dauert 3 Stunden. Es gibt einen Sessellift, der aber im Moment nicht in Betrieb ist - wobei diese Option fuer uns bewegungsfreudige sowieso nicht in Betracht gekommen waere . Oben angekommen wir haben hier eine tolle Aussicht ueber Ushuaia und koennen bis auf Chile sehen. Die Natur hier ist atemberaubend ... die Kaelte ist rasch vergessen, einfach unheimlich schoen!

 

Abends essen wir selbstgemachtes, unheimlich leckeres 'bifo chorizo'. Ushuaia hat uns extrem gut gefallen - ein wirklich tolles Fleckchen Erde!

Welcome to Buenos Aires

Montag, 05.05.2014

Buenos Aires ... und wieder eine neue Stadt. Allerdings dieses Mal mit ganz viel neuer Kultur ... Der Shuttelbus bringt uns zum Hotel und wir sind schon ganz gespannt, ob wir uns in einem guten Stadtteil eingebucht haben. Die Hauptstadt hat bekanntlich ein paar aermere Regionen und dort soll es nicht ganz ungefahrlich sein. Wir erkunden uns gleich wo wir uns besser nicht aufhalten sollen und erfahren, dass man v.a. nachts in bestimmten Stadtteilen vorsichtig sein, bzw komplett meiden soll. Da wir ueber die Datumsgrenze geflogen sind, waren wir in Australien immer vor euch liebe LeserInnen und jetzt sind wir ploetzlich hinter der europaeischen Zeit. Fuer uns bedeutet das wieder einmal Jetlag und das spueren wir auch in den ersten Tagen und gehen meist frueh ins Bett.

Gleich am ersten Tag treffen wir Rudi, ein Chileaner, der in der Schweiz geboren ist und sich sehr gut in Argentinien auskennt. Er gibt uns allerlei hilfreiche Tipps bzgl. Essen, Weiterreise und Hostels. Buenos laesst sich sehr viel gut zu Fuss machen und so sind wir doch recht viel auf den Beinen. Eine willkommene Abwechslung zum Camper fahren. Wir stellen fest, das Dominik beim Hostel buchen mal wieder ein gutes Naeschen hatte. Nicht nur die Angestellten sind nett und hilfsbereit, die Unterkunft befindet sich im charmanten Stadtteil San Thelmo, der mit tollen Lokalen, kolonialen Gebaeuden und netten Antiquitaetenlaeden durchzogen ist. Der Reisefuehrer, den wir spontan am Flughafen in Sydney gekauft haben ist eine hilfreiche Unterstuetzung, um uns in der Stadt zurecht zu finden. Wir besuchen den Plaza Dorrego in San Telmo, wo ein toller Markt stattfindet. Wir laufen durch La Boca, einer der Stadtteile, bei dem Vorsicht geboten ist. Es ist Tag und es sind immer mal wieder Polizisten zu sehen. Die Polozistenquote ist in B.A. im allgemeinen sehr hoch. Vor jeder Bank, an grossen Plaetzen, ... In La Boca bewegen wir uns nur auf der Hauptstrasse, kleine Seitenstrassen schauen nicht so einladend aus. Ein paar Kilometer weiter wendet sich das Blatt ploetzlich. Waren wir kurz zuvor quasi die einzigen Touris, tummeln sich hier die Reiselustigen. Demnach sind wir am Ziel: Caminito. Die beruehmten bunten Haeuser mit farbigen Fenstern und Tueren - der mit Abstand touristischste Ort in B.A. Hier wird alles vermarktet (Fotos mit oder als Tangotaenzer/n, etc.) und erinnert uns etwas an Asien  Nach der Besichtigung setzen wir uns an ein Strassencafe und geniessen die Tangoshow dazu. Zureuck fahren wir mit dem Bus. Am Abend gehen wir in eine kleine Tapas-Bar, in der ein ausgewanderter Italiener arbeitet, der zufaellig etwas deutsch spricht. Gut fuer uns, denn mit unseren paar Worten spanisch tun wir uns doch schwer mit der Speisekarte. Etwas spaeter gibt eine junge Frau ihre Gesangskuenste zum besten. Wir sind beegeistert! Es keonnte ein langer Abend werden, wenn nicht um halb 5 schon wieder auf muessten. Wir trinken den letzten Schluck vom leckeren Malbec-Wein und verabschieden uns. 

(sorry, Fotos folgen)

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